Sonntag, 19. August 2012

Tertulin der 9.


Servus – I bin´s der Tertulin


„Sär geerte Tamen und Heren…“
Ui das schaut aber komisch aus… - Ach servus, da seid ihr ja wieder.

 Ich sag es Euch, es ist schon ein hartes Brot, so ohne Deutschlehrer ganz wichtige Briefe zu schreiben. Dabei möchte ich doch auch so gerne mal einen Leserbrief schreiben, damit meine Mädchen wissen, dass ich zu ihnen stehe. Es gelingt mir nur nicht recht. Der nette Mann vom Merkur hat gesagt, meine Geschichte wäre recht für ein Kinderbuch und die Leute vom Gelben Blatt haben mich ja abgedruckt. Aber jetzt weiss ich nicht so recht weiter – ich glaube, da brauche ich weiterhin so toll Eure Hilfe. Ganz im Sinne der Schule, wie die Frau „Retürn“ so schön gesagt hat.


Da geben sich so viele richtig Mühe – habt Ihr den Herrn Sprecher vom Fischerstechen in Seehausen gesehen? Fesch sah er aus, mit Lederhosen und Schlehdorf T-Shirt.
Das war so recht nach meinem Geschmack.


Oder die Mädeln in ihre Dirndl, die unsere Kerze begleiten – das ist auch recht schön anzusehen. Wirklich lustig finde ich die Idee von Familie „Enter“ – die sind bei der großen Maus im Winterland gewesen und haben sich hoch Vier mit den T-Shirts ablichten lassen. Ja es gibt sogar ein Bild vom Pharaonenland, wo unser Schriftzug in den Meeressand gelegt ist. Und das Interview vom Radio hab ich mir auch nochmal angehört. Sehr netter Mensch, der Mann der da im Radio wohnt. Wirklich.


Letzten Samstagabend hab ichs krachen lassen. Da war in Benediktbeuern Sommerkellerfest und der Holzwurm hat gesagt, da muss man gewesen sein. Flux also das Navi programmiert und ganz vorsichtig übers Moor hingesteuert. Mensch war das kalt – hab mich eine Weile bei der Heidi in die Fleecejacke gekuschelt und ihr mit der Radlerhalben geholfen bevor ich wieder heim bin. Die Lichterln anschauen.
 Den Lumumba (Kaba mit Rum) hätte ich wohl lieber nicht trinken sollen – ich hab dann lauter Sternschnuppen bei der Nacht gesehen. Allerdings habe ich mir dann ganz oft auch was gewünscht. Am Montag habe ich dann gelesen, dass das wirklich Sternschnuppen waren, von den Perseiden und noch dazu in der Laurentiusnacht. Wenn da mein Wünschen mal nicht geholfen hat.


Mittwoch wart ihr ja wieder bei mir. Ach war das schön! Die Kerzen sind erneuert und sogar von den bedeutend länger zurückliegenden Jahrgängen waren wieder Herrschaften da. Genauso, wie der nette Mann mit dem lustigen kleinen Auto. Und so schön gesungen habt ihr. Mein Lieblingsmarienlied und dazu noch das schöne Gebet für die Mutter Maria ....


 Manchmal mag ich schon arg in meinen Kittel reinjaulen, so schwer ist es mir ums Herz, wenn ich sehe, dass so Garnichts weitergehen mag. Doch dann rollt irgendwo wieder ein kleiner Stein und es geht weiter.


Was ich ja mit Freuden beobachte, dass auf dem gemeinsamen Weg bei einigen aus einem kleinen „ich“ ein großes gemeinsames „WIR“ wächst. Ich wünsche Euch viel Kraft!

Ein bisserl Blödsinn hab ich auch machen müssen diese Woche – die Frau Elternbeiratschefin hatte nämlich ein Zettelchaos (vor lauter Berichterstattung) und da hab ichs am Donnerstag ausgenutzt, dass der gefährliche Wuff geschlafen hat und dann bin ich ganz leise zu ihr in die Küche geschlüpft und habe ihr Mut zugesprochen beim Ordnen.
 Naja eigentlich wollt ich Wirbelwind spielen, aber die Frau ist immer so fleissig und irgendwie immer überall, da wollte ich ihr lieber Mut zusprechen.


So, ich muss jetzt aber ganz ganz dringend los, ich habe nämlich noch ein Geheimprojekt vor.
 Dazu muss ich noch ein paar Backbücher studieren. Hätte ich nur bei der netten Schwester mit dem fliegenden Gewand und dem Luftballon mal Unterricht gehabt, dann wüsste ich ja wie das Teiggemantsche so geht, aber jetzt hab ich echt ein Problem. Naja bis ihr am Mittwoch wiederkommt, werde ich das schon gelöst haben.


Ich freu mich auf Euch und ich bin immer bei Euch, egal ob ihr hier seid und neue Aktionen plant oder ob ihr im Urlaub seid und neue Energie sammelt.



 Euer Tertulin – Geist von Schlehdorf

(Michaela Buder 8/2012)

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