Samstag, 11. August 2012

Tertulin der 8.

Servus- I bin´s der Tertulin

 Hallo, da bin ich schon wieder! Ehrlichgesagt, ich hab grad ein ziemlich bewegtes Geisterleben – gemütlich Olympia anschauen, so wie ich mir das für den Beginn der Sommerferien vorgenommen hatte fällt total aus, aber gut, es gibt halt viel Wichtigeres.

 Momenterl, jetzt muss ich grad mein Spukgewand von gestern Abend schnell in den Wind hängen. Ja, ich hab schon wieder Wäsche waschen müssen. Gestern war ich nämlich Fuchs Teufels wild und hab mich austoben müssen.
So was, da hab ich mich gestern Früh so gefreut – und vom Mittwoch muss ich Euch dann auch unbedingt noch erzählen.
 Eine so einen netten Brief hab ich vom Ordinariat bekommen.
 Wirklich ich hab gedacht, jetzt – jetzt geht was weiter, wir haben einen Meilenstein geschafft.
Doch dann schau ich in dieses soziale Netzwerk rein und da kam auf, dass genau denselben Text noch viele andere von Euch bekommen haben.
 Uuuuuuuuuuuuuuuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiihhhhhhhhhhh ja, ich war „emotional berührt“…
 aber gleich sowas von, dass ich nüber zur Autobahnbaustelle geflogen bin.
Den großen Bums wollt ich mir sowieso anschauen, aber dann bin gleich mit reingefahren in diese tolle Explosion und hab mich da ausgetobt.
 Ja sagst mal, wo gibt es denn sowas?
 Naja in jedem Fall hab ich mich so richtig mit Krach und Bum und Radau ausgetobt … mit der Folge, dass mein schöner Spukkittel total verstaubt war.


Danach hab ich mich aber schnell in meine Hängematte gekuschelt und mir eine heiße Milch gegönnt. WAS man als kleiner Schulgeist nicht alles mitmacht:
 Mittwochfrüh habe ich Euch ja erzählt, wie sehr ich mich auf den Abend freue. Und das war auch so richtig, richtig toll.
Schon so gegen 17.30h sind die ersten Menschen gekommen und haben angefangen die Kerzen zu erneuern. Den Herrn Bürgermeister im T-Shirt hab ich auch gesehen, der hat ganz fest mit dem wichtigen Mann aus der Politik gesprochen.
Ja und dann wurden es immer mehr Menschen. Toll – ich hab mich so gefreut.
 Hab mal hier und mal da bei den Gesprächen gehorcht.
Ferienplanungen und Bildermachen mit dem „S.O.S – Rettet die Realschule Schlehdorf“ war da ein Thema und wen man noch anschreiben könnte, und wer welche Antworten bekommen hat.
Und dann hab ich plötzlich was von „Gelbes Blatt“ und meine Geschichte abgedruckt gehört.

Uiiiiiiiii *schüchtern schau*, ja super – da hab ich dann später ganz lieb hingeschrieben und mich bedankt.

Auch den Damen aus meinem persönlichen Fanclub hab ich später noch per Email ihre Wünsche erfüllt *fröhlichzuwink*.
Meine Lieblingsfrau von der Presse war auch da *zuzwinker* und der nette Mann mit dem lustigen kleinen Auto, sowie der Herr Altbürgermeister von der anderen Seeseite *höflich noch nachträglich zum runden Geburtstag gratuliere*.
 Und als dann der Schulchef kam, hat auch die Frau Hofmann nicht mehr so rumbrüllen müssen.
 Ich hab mich dann mal auf ihre Schulter gesetzt und gehört, was die Gute so zu erzählen hat.

Darüber hinaus hab ich ja glatt vergessen, von ihrem Kuchen zu naschen. Sie hat viel erzählt, was in letzter Zeit so passiert ist:
 Ein Gespräch mit dem Herrn Spaenle, der ja richtig lustig sein muss, denn der traut sich nix zu kommentieren und hat dafür zur Kenntnis nehmen dürfen *kicher*.

 Und dann die Kerze – ich staune ja, die ist sooooooooo super schön, ich hab ja in der Nacht dann gleich in der Kapelle bei ihr geschlafen. Verpetzt mich blos nicht bei den Schwestern, da bin ich nämlich normalerweise nicht so oft, aber die Kerze konnte ich echt nicht alleine lassen, die ist so toll.
 Danke schön und Vergelt´s Gott!

 Von Heidis Schulter hat mich die allerneueste Zahl der bisherigen Unterschriftenauszählung runtergefetzt:
 16.000
und ich weiss, dass an ihrem Auto abends nochmal Listen hingen und noch viele bei ihr eintrudeln und ganz fleißige Menschen immer noch auszählen.
 Danke.
 Und dann die neuen Idee…. Ihr wollt mich jetzt hier zu Hause wirklich jeden Mittwoch besuchen?

 Ich freu mich ja so. Ihr könnt aber auch zwischendrin kommen und die Kerzerl wieder entzünde oder auswechseln. Ich mach auch keinen Blödsinn und puste sie zwischendrin mal aus *ganz fest verspreche*, das ist nämlich schon sehr schön so. Absolut spukbegeistert bin ich ja von der geplanten Aktion mit den Glocken. Hermann, das gibt ein Gedöns, das hat noch keiner gesehen.

 Gerade als ich mich darüber wieder eingekriegt hatte und mal so den Platz auf der Schulter vom Herrn Bürgermeister aus Benediktbeuern ausprobiert habe – auch sehr bequem bei dem netten Mann – fing die Heidi an, irgendwas von Radio Oberland und Liveinterview zu erzählen.
Blöd nur, dass ich da grad überlegt habe, wie ich ganz olympisch rüber hopsen kann zum Herrn Bürgermeister aus Großweil, da habe ich nicht ordentlich zugehört.
Erst als es dann darum ging, dass man Fotos machen soll für „Dahoam is Dahoam“ bin ich neugierig geworden.
 Ich glaub ich muss doch mal bei irgendwem Modell sitzen und mich malen lassen, damit ich da auch mitmachen kann. Bis es aber soweit ist, wäre es super, wenn ihr mithelfen könntet.

 Der Elternbeirat hat sich dann noch zurückgezogen um zu beraten, vorher wurden aber noch fleißig Fotos gemacht und noch Informationen ausgetauscht.
Zum Beispiel wie das mit dem „Return oder Enter“ in dem sozialen Netzwerk so funktioniert und dass ich nicht „Tertülin“ heiße, und wie das mit dem Zeitungslesen im Internet so klappt
. Die Ersten haben schon angefangen zu telefonieren, damit unsere Kerze auf die Reise gehen kann.

Es surrt und brummt. Eigentlich wollte ich ja noch auf einer Grillfete vorbeischauen – aber ich glaub, das war so eine Männersache, da wollte ich dann nicht stören.

Kurzzeitig habe ich noch einen Austausch mit dem netten Holzwurm gehabt, der ja das mit dem „E“ schon garnichtmehr so schlimm findet und mir eine Sonnenblume mitgebracht hat.
Toller engagierter Mann.

 Wie gesagt, die Nacht habe ich dann in der Kapelle verbracht und am Morgen habe ich mich dann nochmal schlau gemacht wegen dieser Radiosache.
Uffz, ich glaub ich hab einen neuen Freund – den Herrn Alpspitzgeist und die Leute von Radio Oberland – die habe ich ganz fest umarmt und dann haben die sich wirklich viel Mühe gegeben und waren total nett.
Woher ich das weiß?
 Ja meint Ihr wirklich ich lasse da irgendwen, der sich zu einer Aktion aufmacht alleine?
 Nenene ich bin da schon in jedem ein bischen drin.
 Jetzt hoffe ich blos, dass das in der großen weiten Radiowelt alles so richtig ankommt.


Naja und wie schon erzählt, habe ich mich danach ein bischen ausgetobt.
Auch ein kleiner Schulgeist muss mal toben, damit er dann wieder fit ist und in jedem von Euch weiterkämpfen kann.

 Bitte lasst nicht locker, schreibt Email, (Leser-)Briefe und macht gut durchdachte Aktionen, tragt Eure TShirts und wir sehen uns
 – immer am Mittwoch! -

Ich bin bei Euch!


Tertulin – Geist von Schlehdorf (Michaela Buder 8/2012)

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