Samstag, 4. August 2012

Tertulin der 5.


Servus - I bin´s  da Tertulin 

Hmm... ist aber still hier.... man könnt meinen es sind alle ausgeflogen.....

Tertulin und das Dunkel von Schlehdorf

Was für eine Nacht - Lasst mich erzählen.
Kaum hatte ich, nach einem Ausflug an den Staffelsee, wo ich mir das wunderschöne Feuerwerk angesehen habe und nochmal ein bischen die Leute umarmt habe, damit sie sich auf den Unterschriftenlisten eintragen, Ruhe und Schlaf in meinem Turm gefunden, da ging ein Sausen und Brausen draussen los. Das alte Gebälk im Kloster knarrte und ächzte, es lag ein unheimliches Knistern in der Luft. Unruhig wälzte ich mich auf meinem Bett hin und her, um Ruhe zu finden. Doch das war einfach nicht möglich.

So stand ich also auf und flog eine Runde um die Klostertürme, um mich dann auf einen der großen Findlinge im Klosterhof zu setzen und nachzudenken. Dunkel war diese Nacht, nur die Grablichter auf dem Kirchvorplatz leuchteten. Das ist das Dunkel von Schlehdorf, das sich drückend und düster auf mich legt. So ruhig. So traurig. Ja auch Geister sind einmal traurig. Und so flog ich weiter, hin zu der großen Folie, auf der so Viele unterschrieben haben. Gegen was für Windmühlen sie doch ankämpfen. Was sie sich alles einfallen lassen. Und dann weiterhin nichts. Oder brummt und knistert es etwa in der großen Stadt?

Müde und traurig setzte ich mich auf die Treppenstufen zur Kirche hinauf. Zwischenzeitlich stieg schon Nebel aus dem Kochelsee auf, ein Zeichen dafür, dass sich ein neuer Morgen auftun würde. Ein neuer Tag zum Kämpfen, an dem ich meine Mitstreiter begeistern soll. Doch auch so ein Geist braucht Rückhalt und Kraft. Ich werde mal zusehen, wen ich da alles begeistern kann. Der August ist ja ein Marienmonat, vielleicht helfen uns ja Gebete zur Muttergottes? Vielleicht hilft uns auch mein großer Freund der olympische Geist? Wichtig ist in jedem Fall, dass wir alle zusammenhalten und unsere Liebe für diesen Ort weiter teilen.

Seufzend flog ich zurück zu meinem Bett, der wilde Wind hatte zwischenzeitlich aufgehört an dem alten Gebälk zu rütteln und zu schütteln. Ein Stündchen Schlaf wollte ich mir doch noch gönnen, denn am Abend steht ja ein neuer Termin für mich an, ich werde dem Uffinger Gemeinderat einen Besuch abstatten, wenn dieser Versammlung hat und auch den Tagespunkt: Gemeinde Schlehdorf – Resulotion zum Erhalt der Schule – abarbeiten wird. Die Benediktbeurer haben das ja schon getan (wie viele andere auch *freu*) und dabei noch ordentlich die Suppe zum Brodeln gebracht. Das gefällt mir, mit diesen Gedanken kann ich einschlafen und träumen….

Jetzt hoffe ich nur, dass ich in Euch weiter wirken kann und Ihr nicht müde werdet, an Schlehdorf zu glauben, für Schlehdorf zu kämpfen!

(michaela buder 8/2012)

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