Donnerstag, 9. August 2012

Tertulin der 7.

Servus – I bin´s der Tertulin

 …. Benediktbeuern,

ja jetzt hab ich es geschafft – hundert Mal hab ich es jetzt geschrieben, die ganze Nacht hat das gedauert, aber ich glaube, jetzt kann ich es richtig schreiben.

 Was einem als kleinem Geist nicht so alles passieren kann, da sitzt man im Bademäntelchen in seinem Turm und erzählt aus seinem Leben, um die Leute bei Laune zu halten und schwups ein Tippfehler und man hat Ärger am Hals.

 Schon blöd so was. Also ich möchte mich hiermit in aller Form bei jedem, der sich durch den Schreibfehler und seine Folgen irgendwie angegriffen gefühlt hat entschuldigen!

 Ja, haben wir das erledigt.

Eigentlich möchte ich Euch nämlich etwas ganz anderes erzählen:

Gestern war noch eine Brieftaube da und hat mir Antwort von meinem Freund Mömpfel gebracht. Nun Ihr müsst wissen, der Mömpfel wohnt in München und ist ein echtes bayerisches Drachenurgewächs, klein und verfressen bis dorthinaus.

 Vielleicht riecht Ihr es ja auch… ich koche für ihn, denn wenn er sich aufregt, dann braucht er was zum Essen. Während ich jetzt die 15 Semmelknödel für ihn rolle, könnt Ihr ja mal lesen, was er so schreibt:


„Servus Tertulin,

mei' gfrei' i mi, dassd ma schreibst!

 I hob' allawei dacht', dass i nia nix mehr von Dir her!

Ja, so kos geh'! Du, geh' weida oida Spezi, pfeigrod hob i des gherd von da Klosterschui! A so a Malaise, a so a schialiche!

Spinna de jetzt in Minga komplett?

 I hobs gherd', dass de de Schui zuamacha mechtn! Geht's no?

Da hock' i in meiner Kirch' drin und denk' ma, da hock' i guad! Und dann kimmt so a Schmarrn daher?

 Ja, wo samm denn? Oiso, so geht's ned.

Du, liaba Tertulin, a in Minga hob i glei Unterschriftenlisten verteilt, a bei unserm Metzgermeister und der hod dann gwetterd:

 "Des san soichane Grattler, dene dad i am liabstn ins Kreiz neifarn!".

Oiso, oida Spezi hoid di im Klostergebälck guad. I mach deszeam bei uns in Dom. Und oans konn i da sogn:

Mia san mia - a in Minga.

Pfiadi, i gfrei mi wennst ma wieda schreibst!

Mömpfel „

 Ja ich hab Euch ja gesagt – ein Urgewächs. Die Knödel sind fertig und jetzt dazu noch so 3 Kilo Schweinebraten, das müsste reichen, um ihn erst mal zu beruhigen. Riechen tut es köstlich!

Jetzt dämmert ein neuer Tag herauf und es wird Zeit, dass ich eine Mütze voll Schlaf bekomme, denn heute Abend hat sich Besuch hier angekündigt, auf den ich mich schon sehr freue! Ja, sie – also ihr – wollt wieder kommen, die Kerzen neu anzünden und euch austauschen. Ich freu mich so, dass ich in Euch sein darf.

 Tertulin – Der Geist von Schlehdorf

 (michaela buder 8/2012 mit einem Dank an die Mömpfelmama Dani Baumgartner)

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