Donnerstag, 19. Juli 2012

Gemeinsame Pressemitteilung ... v. 19.07.2012

Pressemitteilung StMUK Nr. 189:
Gemeinsame Erklärung des Bayerischen Kultusministeriums und des Erzbischöflichen Ordinariats zu den Veränderungen in Murnau und Schlehdorf


MÜNCHEN. Zur geplanten Öffnung der staatlichen Realschule Murnau für Mädchen und zur angekündigten Schließung der kirchlichen Realschule St. Immaculata in Schlehdorf erklären das Kultusministerium und das Erzbischöfliche Ordinariat München:

"Kirche und Staat müssen die Veränderungen in der Region der Landkreise Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen zur Kenntnis nehmen. Diese werden hervorgerufen durch den demographischen Wandel, der vor allem den Landkreis Garmisch-Partenkirchen betrifft, Veränderungen im Bildungsverhalten und in den Ansprüchen, die an den Ausbau des staatlichen Schulnetzes gestellt werden, um nur einige Aspekte zu nennen.
Auf der Basis der jeweiligen Bewertung der Situation und der Faktoren, die die weitere Entwicklung in der Region beeinflussen, haben das Kultusministerium und das Erzbischöfliche Ordinariat in ihrem jeweiligen Bereich Entscheidungen getroffen. Diese Entscheidungen im jeweiligen Verantwortungsbereich sind nach umfassenden gemeinsamen Gesprächen getroffen worden, in denen auch unterschiedliche Möglichkeiten diskutiert worden waren. Auf der Basis dieser Vorgespräche hat das Kultusministerium dem vielfachen Wunsch der Eltern entsprechend die Öffnung der Realschule Murnau für Mädchen zum Schuljahr 2013/2014 beschlossen, das Erzbischöfliche Ordinariat hat die Schließung der Realschule St. Immaculata Schlehdorf nach dem Schuljahr 2017/2018 und die Neugründung einer Fachoberschule in Garmisch-Partenkirchen angekündigt.
Beide Seiten haben ihre Entscheidungen gut abgewogen. Dabei ist Kultusministerium und Erzbischöflichem Ordinariat bewusst, dass diese Entscheidungen von vielen positiv gesehen werden, für andere wiederum mit einem Verlust verbunden sind. Beide Seiten haben Verständnis für die Trauer und Enttäuschung der Betroffenen, halten aber an den getroffenen und gut begründeten Entscheidungen fest. Nun geht es darum, auf der Basis dieser Entscheidungen das staatliche und kirchliche Bildungsangebot in der Region in guter Weise weiterzuentwickeln."

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für Unterricht und Kultus
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1 Kommentar:

  1. Die m.E. hilfslosen Bemühungen von Ministerium und Erzdiözese mit einer gemeinsamen Presseerklärung ihr unsägliches Tun zu rechtfertigen ist völig untauglich und bestätigten das Unvermögen der Verfasser ihre Aufgaben und Pflichten zu erfüllen. Einen Minister kann ein wenig einfacher abstrafen als einen oder mehrere Repräsentanten der Erzdiözese. Für mich stellt sich, auch nach mehrmaligen Lesens der gemeinsamen Presseerklärung die Frage, was wollen uns die Verfasser sagen? Da wird mit demographischen Dingen rumgeeiert, ohne diese Materie dem Leser nachvollziehbar zu vermitteln. Die Entscheidung die Realschule Schlehdorf zu schliessen, ist nicht nur unmoralisch, zutiefst unchristlich, sonder manipuliert massiv die demographische Entwicklung. Wenn man die Schließung einer Schule ankündigt und mitteilt, dass man keiner Schülerinnen aufnimmt, blutet diese natürlich aus und der eingeschränkt denkende Entscheider freudestrahlend in alle Welt posaunt, dass er das ja alles 2012 gewusst hat. Damit er seinen Mist selber glaubt, wird er die Schliessungsentscheidung schon lange verdrängt haben. Falls eine Entscheider meint, dass die Rücknahme der Schliessungsentscheidung seine Glaubwürdigkeit beschädigt, braucht er sich keine Sorgen machen. Politik und auch Kirche, die sich tunlichst aus der Politik raushalten sollte, kann sich durchaus auf die Aussage "was kümmert mich mein Geschwätz von gestern" berufen. Das ist wenigsten ehrlich und zeigt noch einen Rest an Anstand.
    Meine besten Grüße und Wünsche richte ich an die Schülerinnen, deren Eltern und die Missionsdominikanerinnen

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